“Betriebsstörung” – ein Artikel der Süddeutschen schlägt unter Jazzern heftige Wellen im Netz

24Jan12

Oh, da hat Michael Hornstein richtig was losgetreten. Sein Artikel “Betriebsstörung”, der am 21. Januar im Feuilleton der Süddeutschen erschien, führt zu ausführlichen und anhaltenden Diskussionen auf verschiedenen facebook-Seiten. Seine These, griffig in der Unterzeile formuliert: Der Jazz hat in Deutschland keine gesellschaftliche Relevanz mehr. Die Ursachen dafür sind selbstgemacht. Leider hat die Süddeutsche den Text unverständlicherweise nicht in ihrem online-Angebot (wo man sonst auch die ältesten und uninteressantesten Dinge findet), aber hier kann er downgeloaded werden.
Wortführer der Gegenposition (in etwa:”Jazz findet nicht statt, weil die Medien ihn ignorieren, weil er nicht vermittelt wird, weil nicht genug Geld gezahlt wird, etc”) ist Florian Ross, Pianist, Komponist, Arrangeur  und Lehrbeauftragter an der Uni Köln. Seine facebook-Pinnwand ist die zentrale Diskussions-Plattform und nicht immer geht es da zimperlich zu. Da wird die “gute” Musik gefeiert und der Kommerz verabscheut, da werden Musik-Studenten für blöd erklärt, und erfolgreiche Musiker für mittelmäßig. Einige arbeiten sich an Helge Schneider ab (“ist nur ein Clown”), andere schimpfen auf ignorante Medien. Und ein gemeinsamer Leserbrief an die Süddeutsche ist auch in Arbeit.
Mal sehen, was da noch alles kommt. Bleibt spannend.

Kleiner Hinweis einen Tag später: Der Link zu dem Hornstein-Artikel funktioniert nicht mehr. Die Süddeutsche hat den Artikel in ihre Bezahl-Abteilung reingelegt, deswegen ist er nicht mehr frei zugänglich. (Aber falls ihn jemand lesen will: mail – oben unter “Impressum” – an mich, dann geht was)



Eine Antwort auf „“Betriebsstörung” – ein Artikel der Süddeutschen schlägt unter Jazzern heftige Wellen im Netz“

  1. 1 Achim Müller

    Würde den Artikel gerne lesen.
    Danke!
    MfG
    Am


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